Handwerk hat goldenen Boden auch über das Internet

my-hammer, blauarbeit, undertool, jobdoo und viele weitere Plattformen bieten im Internet die Möglichkeit, einen günstigen Handwerker zu finden. Egal ob Renovieren, Auto reparieren, Fernseher instandsetzen, alles kann der findige User heutzutage fast zu Schnäppchenpreisen erhalten.

Nun hat sich die Stiftung Warentest diese Angebote mal genauer angesehen, um zu zeigen, wo sich der Vergleich zum Handwerker aus dem Branchenbuch lohnt.

Stiftung Warentest 17.08.2007: „Die Handwerkskammern beobachten die steigende Zahl der Handwerker-Auktionen skeptisch. Sie sehen Ärger programmiert. Viele Laien seien gar nicht in der Lage den Arbeitsumfang und den Aufwand präzise zu beschreiben. „Keine seriöse Firma kann eine realistische Preiskalkulation abgeben, ohne die Anforderung vor Ort begutachtet zu haben“, sagt Alexander Konrad, Pressesprecher der Handwerkskammer Düsseldorf. Oft sei die Situation vor Ort ganz anders, als sie der Auftraggeber im Netz beschreibt. Die Folge: Streitigkeiten zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber. Immer häufiger müssten Sachverständige schlichten.“

und weiter heißt es dann:

„Die Betreiber der Portale halten dagegen: Ärger gebe es auch bei konventionell geschlossenen Verträgen. Auch im Internet zähle nicht nur der Preis. „Insgesamt 30 Prozent aller Aufträge werden nicht an den günstigsten Bieter vergeben“, sagt Alexandra Nowak von my-hammer.de. Viele Auftraggeber schauen vorher auf die Bewertungen der Handwerker und lassen sich Gesellenbrief oder Meisterbrief zeigen. Bei den meisten Portalen sind diese Angaben bereits hinterlegt. Auch Handwerker und Betriebe wollen die Portale nicht mehr missen. „Einen großen Teil meiner Aufträge bekomme ich heute über das Internet“, sagt Denni Meichau, der in Wustermark in Brandenburg eine kleine Umzugsfirma betreibt. Am Anfang hätte er noch zu Tiefpreisen gearbeitet, nur um positive Bewertungen zu bekommen, erzählt er. Heute erhält seine Firma immer häufiger den Zuschlag, auch wenn sie in der Auktion nicht die günstigste ist.“

Wie in vielen Fällen ist zu erkennen, es kann klappen, muss aber nicht. Also ggf. mit einer einfachen Dienstleistung den Einstieg wagen und dann schauen, ob es auch eine Option sein könnte für größere Handwerkeraufträge. Geld sparen lässt sich meines Erachtens mit diesen Auktionen allemale.

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