Dispo oder Abrufkredit?

Ein nun nennen wir es „neuer Stern“ am Finanzierungshimmel geht auf. Zwar ist der sogenannte Abrufkredit nichts wirklich Neues und in vielen anderen Ländern schon lange gang und gebe, aber bei uns wird er nun auch von den Instituten umworben.

Was aber wirklich Positives über diese Art der Kurzzeitfinanzierung zu sagen ist, verrät uns die Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest 27.11.2007:

Verschieden teuer
Die Tester haben einen Beispielkredit von 5 000 Euro zu Grunde gelegt, den der Kunde in 48 Monaten zurückzahlt. Der effektive Jahreszins beinhaltet im Gegensatz zum Nominalzins die Laufzeit und die Gebühren. Den geringeren Nominalzins propagieren die Banken gern in ihren Werbeanzeigen. Im Test bietet die Credit Europe Bank für den Beispielkredit den günstigsten Effektivzins von 7,45 Prozent. Mit 13,39 Prozent verlangt die American Express Bank dafür den höchsten effektiven Zinssatz. Kunden, die den Modell-Abrufkredit über 5 000 Euro nehmen, zahlen der Credit Europe Bank 5 770 Euro zurück. Im teuersten Fall werden 6 395 Euro fällig. Allerdings ist der Effektivzins nur ein Anfangswert. Denn jede außerordentliche Tilgung und jede erneute Kreditaufnahme wirkt sich auf die Zinshöhe aus. Hinzu kommt der variable Zins des Abrufkredits. Bei steigendem Marktzins dürfen ihn die Banken erhöhen.

Nicht überall
Abrufkredite, auch Rahmenkredite genannt, hat nicht jedes Institut im Angebot. Von den 83 von FINANZtest stichprobenartig befragten Banken boten nur 16 ein solches Produkt an. Einen Abrufkredit bekommen Verbraucher, deren Schufa-Auskunft einwandfrei ist und die fest angestellt sind. 7 der 16 Banken gewähren ihn auch Selbstständigen mit regelmäßigem Einkommen. Bei vier Anbietern richtet sich der Zinssatz des Abrufkredits nach der Zahlungsfähigkeit (Bonität) des Kunden. Welche Kriterien ein Kunde erfüllen muss, um die besten Kreditkonditionen zu erhalten, bleibt bei allen vier Banken geheim“

Und einen Testkompass bzw. die Ergebnisse kompakt liefert uns die Stiftung auch gleich noch unter diesem Link.

Eine, wie ich finde, gute Aufklärung für die Endverbraucher und sicher für den Einen oder Anderen eine gute Alternative für den Einkauf von Weihnachtsgeschenken, eben nicht auf den teuren Dispo zurückzugreifen.

4 Reaktionen zu “Dispo oder Abrufkredit?”

  1. herbert

    Mir ist der Vorteil dieses Kredits noch nicht klar geworden

  2. tesigo24

    nun überziehe ich meinen Dispo um sagen wir 4000 Euro und das für 12 Monate zahle ich bei der Hausbank irgendwas um die 13-14% Zinsen und bei dem Abrfkredit der Credit Europe Bank (aus dem Stiftung Warentest vergleich) eben nur 7,45% Zinsen

  3. Daniel

    So ist es. Gerade bei größeren Summen machen die Zinsunterschiede am Ende einer längeren Laufzeit einen immer größeren Betrag aus. Nur wie man am Kommentar von Herbert erkennen kann, ist den meisten Verbrauchern diese Tatsache schlicht nicht bewusst.

  4. Rudolf

    ja den meisten ist es nicht bewusst, weil sie auch keiner über diese Tatsache aufklärt

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