Bunt, süß und bis zum zehnfachen an Aromastoffen
Mir sind diese Trinkhalme im Supermarkt auch schon aufgefallen, sie sind bunt, sie ziehen Kinder magisch an und sie sind gar nicht so toll wie sie wirken, das sagt uns die Stiftung Warentest. Im Schnelltest hat sich die Stiftung die Sipahh-Trinkhalme mit Geschmack angeschaut, probiert, getestet und die Inhaltsstoffe analysiert.
Stiftung Warentest 05/2008:
„Zehnfache Menge Aromastoffe
Der Name Sipahh erschließt sich mit Blick auf den empfohlenen Gebrauch: Das Röhrchen in ein Glas mit 250 Milliliter kalter Milch stecken und „sippen“ (neudeutsch für schlürfen). Dann stellt sich der „ahh“-Effekt ein, so der Wunsch des Herstellers. Im Test – wir haben die Sorten Erdbeere, Banane und Vanille probiert – hielt sich die Begeisterung aber in Grenzen, denn die Aromen sind übermäßig stark zugesetzt. Im Vergleich zu einem Glas Saft mit 100 Prozent Fruchtanteil enthält ein Trinkhalm teilweise das Zehnfache einiger Aromastoffe.
Geruch und Geschmack künstlich
Vor allem der erste Schluck ist sehr intensiv. Geruch und Geschmack aller drei Sorten kamen den Testern künstlich vor. Dabei wird auf der Verpackung versprochen: „Ohne künstliche Farb- und Aromastoffe“. Die Angabe ist richtig, wie unsere Analyse zeigt, aber gleichzeitig verwirrend: Denn die Geschmacksperlen enthalten meist naturidentische, also im Labor nach dem Vorbild der Natur zusammengebaute Aromastoffe. Von echter Erdbeere etwa keine Spur. Dafür ist Zucker zugesetzt: ein halber Teelöffel pro Strohhalm.
test-Kommentar
Selbst gemachte Milchshakes mit echten Früchten und ohne Zuckerzusatz schmecken besser und sind gesünder. Und die Kinder gewöhnen sich gar nicht erst an hoch konzentrierte Aromen.“
Danke für den Test liebe Warentester! Es heißt also Finger weg von den Halmen, lieber mal einen Milchshake mit frischen Zutaten selbst gemacht und die Kids gar nicht erst in Versuchung bringen.